Auf Die Keywords Kommt Es An

Haben Sie Die Passenden Keywords Gewählt?

 

Es gibt viele, die behaupten, dass sich Google Adwords nicht lohnt. Wenn gefragt wird, warum sie so denken, dann kommt die Antwort, dass sie es bereits ausprobiert und damit mehr Geld verloren als verdient hätten.

Gut, zumindest kann man sagen, dass diese Leute Fakten vorlegen können, ihre Aussagen sind also nicht bloße Behauptungen. Die Frage ist aber, warum sie mit Adwords Geld verloren haben. Die Antworten darauf können sehr vielschichtig sein. Man müsste die gesamte Kampagne analysieren und mögliche Fehlerquellen auffinden. In der Regel wird bei solchen Fällen gleich an mehreren Stellen Vieles falsch gemacht. Ein Punkt ist jedoch das entscheidendste Merkmal für Erfolg oder Misserfolg:

Die Richtigen Keywords Bestimmen Den Erfolg

Viele Adwords-Werbetreibende machen gleich zu Beginn entscheidende Fehler bei der Keyword-Auswahl. Es wird oft der Fehler gemacht, dass eine sehr große Bandbreite an Keywords herangezogen wird. Auch nischenübergreifend werden Suchbegriffe ausgewählt. Dies ist schon mal der erste Fehler, und der kann schon eine Kampagne in die roten Zahlen bringen.

Als Beispiel nehmen wir mal einen Autoreifenhändler, der viele Reifenmarken für viele unterschiedliche Autohersteller anbietet. Eine wesentliche Fehlerquelle wäre z.B. hier auch die Automarken als Keywords heranzuziehen und für diese Keywords in den Suchbegriffen zu erscheinen.

Wenn dieser Händler nun für Begriffe wie „Mercedes E Klasse“ oder „BMW M3“ bei Adwords bietet, was glauben Sie wie hoch wird die Wahrscheinlichkeit sein, dass jemand nach Besuchen der Händler-Website dort auch Reifen kaufen wird? Es wird wohl so ausgehen, dass wohl keiner dieser Suchenden dort Reifen für einen BMW M3 oder eine E-Klasse kaufen wird. Der Grund ist einfach: Diese Leute suchen keine Reifen! Diese User versuchen Informationen über diese beiden Automodelle zu erhalten. Mehr nicht!

Der Autoreifenhändler muss also nur Folgendes machen: Auf alle Keywords bieten, die irgendwie auch den Begriff „Reifen“ beinhalten. Dabei sollte er auch darauf achten, dass er die Keywords nicht dazunimmt, deren Reifen er nicht verkauft. Wenn also jemand bessere Reifen für sein Bugatti sucht, dann wird er bei diesem Händler wohl nicht fündig werden.

Dieser Werbetreibende könnten z.B. auf Begriffe wie „Automodell Reifen“ bieten also wie „E Klasse Reifen“. Wenn es noch spezifischer ist, dann wird die Kaufwahrscheinlichkeit auch höher sein, also etwas wie „E Klasse Goodyear Sportreifen“. Je spezifischer ein Keyword ist, desto höher wird die Kaufwahrscheinlichkeit sein, weil diese Leute bereits eine Vorrecherche durchgeführt und nun fast genau wissen, was sie wollen.

Fehlerquelle: Übereinstimmungstypen Bei Keyword-Optionen

Wenn Sie im Keyword Tool von Google Adwords sind, dann sehen Sie auf der linken Spalte unter dem Begriff „Übereinstimmungstypen“ drei Optionen, die man anklicken kann:

„Weitgehend“, „Exakt“ und „Wortgruppe“

Die meisten Adwords-Nutzer wissen gar nicht, was diese Begriffe bedeuten, jedoch können diese über Geld verdienen oder Geld verlieren entscheiden.

  • Weitgehend:

    Bedeutet, dass bei der Bestimmung eines Keywords, z.B. „Reifen Händler“ auch andere Keywords in Frage kommen, die an irgend einer Stelle diesen Begriff „Reifen Händler“ besitzen. Weitere Keywords für diesen obigen Fall wären z.B. „gute Reifen bei günstigem Händler“ oder „Wo erkenne ich ob mein Händler gute Reifen verkauft“.

    Wie man hier gut sehen kann, können das sehr lange Keywords sein – diese werden Long Tail Keywords genannt – wo diese beiden Begriffe „Reifen“ und „Händler“ gar nicht in der exakten Reihenfolge erscheinen müssen. Bei der Option „Weitgehend“ kommen diese angegebenen Keywords irgendwo bei den eingegebenen Suchbegriffen vor, die Reihenfolge spielt also keine Rolle

  • Wortgruppe:

    Bei dieser Option kommen die angegebenen Begriffe in der exakten Reihenfolge vor, aber davor oder danach können auch andere Keywords stehen. Um beim Beispiel zu bleiben, wären folgende Kombinationen möglich: „Reifen Händler in Düsseldorf“, „Pirelli Reifen Händler“ usw.

  • Exakt:

    Hier kommt nur das angegebene Keyword in der exakten Reihenfolge vor ohne weitere Keywords: D.h. in diesem Falle würde nur „Reifen Händler“ als Suchbegriff in Frage kommen.

Die Frage ist nun, was man als Werbetreibender wählen sollte. Man kann so vorgehen:

In jeder Kampagne kann man unterschiedliche Gruppen bilden, Ad Groups oder Anzeigengruppen genannt. Der Adwords Kunden kann dann 3 unterschiedliche Gruppen bilden. Keywords mit der Option „Weitgehend“, der Option „Wortgruppe“ und der Option „Exakt“. In der Regel führen die exakten Keywords zu besseren Ergebnisse in Bezug auf Verkäufe, dafür kosten diese pro Klick aber auch mehr. Besser wäre es, wenn man hier die Bids pro Klick runterschraubt.

Man könnte hier ein Niveau von 1% des Gewinns pro verkauftem Stück wählen, weil im Durchschnitt die Konvertierungsraten bei 1-2% liegen. Wenn Sie also pro verkauftem Produkt 30€ verdienen, dann sollte man nicht mehr als 0,30€ pro Klick bezahlen. Dies ist nur eine Richtlinie, Sie können auch höhere oder niedrigere Werte heranziehen, wenn Sie dies für sinnvoller erachten.

Schlussfolgerung

Wie man sehen kann, sind die Möglichkeiten viele Fehler zu machen allein bei der Auswahl der richtigen Keywords immens. Dies ist auch nur ein Bereich, wo man mehrere Option und Variationen vorliegen hat. Es gibt noch Anderes zu beachten, zu nennen wäre z.B. der von Google intern angewendete Qualitätsindex oder die Werbetexte und -überschriften, aber auch die Website selbst, die vielleicht der Hauptgrund für die schlechten Konvertierungen sind.

Entscheidend ist aber erst einmal, dass man bei den Keywords keine Fehler macht. Wer die oben genannten Tipps beachtet, kann dem Erfolg mit Adwords schon deutlich näher kommen.